L'assenza

Die Abwesenheit

AKTUELL IN ARBEIT (UNFERTIG) - FERTIGSTELLUNG ERFOLGT DEMNÄCHST

Die dritte Arbeit der Trilogie bricht mit der Lautstärke der ersten beiden Werke. Hier gibt es keinen Rausch mehr, kein Lächeln, keine Flucht – nur die Stille danach.

Das Gesicht wirkt ruhig, fast entrückt, als wäre der Körper noch anwesend, aber der Geist längst fort. Die grauen Schattierungen formen eine Schönheit ohne Wärme, eine Präsenz ohne echtes Leben. Unter den Augen stehen die Wörter DIS und CONNECT – getrennt, wie ein Befehl und gleichzeitig wie ein Zustand. Zusammen ergeben sie „disconnect“, die Loslösung von allem Außen. Getrennt gelesen stehen sie für das Fragmentierte, das Gebrochene, das, was nicht mehr zusammenfindet.

Ein goldener Schlüssel hängt als Ohrring herab – Symbol für Zugang und Verschluss zugleich. Der Ring am Finger und das kleine, umgedrehte Smiley-Tattoo wirken wie Relikte einer vergangenen Welt, die sie nicht mehr erreicht. Eine zarte Spur Gold legt sich in den Hintergrund, nicht als Schmuck, sondern als letzter Rest von Bedeutung, ein Funke, der im Dunkel flackert.

Die Augen tragen einen Hauch Grün, kaum wahrnehmbar – ein Echo der ersten beiden Bilder, ein letzter Rest von etwas, das einmal lebendig war.

L’assenza ist nicht laut.
Es schreit nicht, bittet nicht, kämpft nicht.

Es ist das Gegenteil davon:
Die Darstellung eines Menschen, der nicht geflohen ist – sondern sich einfach abgemeldet hat.

Eine Ikone der Stille.
Ein Porträt des inneren Offlines.
Ein eleganter, dunkler Schlusspunkt der Serie.


Schaffensphase: 2025
Medium: Acryl auf Leinwand (teilweise Blattgold)
Bildformat: 70 × 50 cm (H × B)
Schwarzer Holzrahmen mit Blattgold veredelt.